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Tätigkeitsbericht GEST Schuljahr 2014/2015

Sich wiederholende Themen, die in den Sitzungen besprochen wurden:

  • Unterrichtsversorgung / LehrerInnen-Defizit einzelner Schulen
  • Unterrichtsausfall durch Krankheit
  • Ausstattung der Schulen mit Lehr- und Lernmitteln, insbesondere die Ausstattung der Schulen mit Schulbüchern
  • Räumliche Ausstattung der Schulen
  • Schulstruktur – demokratisches Verständnis in den Schulen / Gremien – G8 G9
  • Gremienarbeit – Kooperation der LehrerInnen, SchulleiterInnen (Leitungsgruppen), SozialpädagogInnen, des nicht-pädagogischen Personals, der SchülerInnen und Eltern
  • Dialog der Schulleitungen mit den Elternräten
  • Informationspflicht der Schulleitungen gegenüber den Schulverfassungsgremien
  • Schulentwicklung an Stadtteilschulen
  • Qualitätsmessung in Schulen
  • Mittagsversorgung / Schulkantinen
  • Inklusion – Schulbegleitung

Termine von Veranstaltungen und andere wichtige Informationen erhalten die Delegierten auf jeder Sitzung durch eine Tischvorlage und durch mündlichen Vortrag.

Regelmäßige Kontakte der GEST mit:

den Landesverbänden der GGG (Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule) und der GEW (Gewerk­schaft Erziehung und Wissenschaft), dem Hamburger Bündnis für schulische Inklusion, der Alles>>könner-Initiative, der Volksinitiative Guter Ganztag, der Eltern­kammer Hamburg, dem Stadtteilschulausschuss der Elternkammer A-STS, der BSB (Behörde für Schule und Berufsbildung), einzelnen Mitgliedern der Bürgerschaft (Schulausschuss)

An vielen Veranstaltungen beteiligten sich VertreterInnen der GEST. Beispielhaft sei Folgende angeführt:

  • 4. November 2014, 20:00 Uhr, im Röperhof, Agathe-Lasch-Weg 2, 22605 Hamburg: Treffen der „Schulfrieden-Retter“ zum Ende der Strukturdebatte G8/G9
  • 8. Januar 2015, 17.00 Uhr, Landesinstitut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung, Felix-Dahn-Str. 3, 20357 Hamburg: Podiumsdiskussion „Die Inklusion ins Zentrum der Bildungspolitik rücken“. Mitglieder des Hamburger Bündnisses für schulische Inklusion diskutieren mit Schulsenator Ties Rabe (SPD) und Dr. Stefanie von Berg, MdHB (GRÜNE)
  • 26. Januar 2015, 17.00 – 18.30 Uhr, Dammtor-Rathausmarkt, Hamburg: DEMO „Inklusion ins Zentrum! Inklusion braucht mehr – mehr Stellen, mehr Räume, mehr Sachmittel“ … und mehr Qualität! Mit Redner/innen von Elternkammer, Schülerkammer, GEST, GEW, Schulleiterver­einigung, www.buendnis-inklusion.de
  • 4. Februar 2015, 19.00 Uhr, Ida Ehre Schule, Bogenstraße 36, 20144 Hamburg: Landesverband Hamburg der GGG – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens: Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Inklusiv unterrichten – Vielfalt gestalten“

Öffentlichkeitsarbeit:

  • Zeitschriften: Die GEST nutzt auch weiterhin die Möglichkeit, in Veröffentlichungen der GGG und der GEW ihre Arbeit darzustellen und Argumente vorzutragen.
  • Die GEST stellt ihre Arbeit in Presseerklärungen dar und nimmt zu aktuellen Themen Stellung.
  • Die GEST hält Verbindung zu Journalisten aus Presse, Radio und Fernsehen und zu engagierten Menschen in den sozialen Netzwerken.
  • Homepage der GEST: Seit Januar 2000 ist die GEST im Internet. Die URL: www.ARGE.schule-hamburg.de wird auf dem Laufenden gehalten. Seit Herbst 2010 gibt es die Site www.GEST.schule-hamburg.de mit einem internen Diskussions-Forum. Seit 2013 ist die GEST bei Facebook. Die Seite wird von einem ehemaligen Delegierten betreut.

Die Sitzungen und Ereignisse/Veranstaltungen in zeitlicher Reihenfolge:

26.8.14:   „Interner Aktionstag“ der Stadtteilschulen. Ideelle und finanzielle Unterstützung der Initiative SchulfriedenFlyer-Aktion. Weitere Themen: Schulhausordnung, Ferienordnung, GEST auf Facebook, Ausstattung qualifizierte Schulbegleitung (zuständig ReBBZ). Wiederholung eines Schuljahres aus medizinischen Gründen liege im Ermessen der Schule.

16.9.14:   Liste Unterrichtsausfall unter www.abendblatt.de/bin/scr-132260354.pdf (nicht mehr verfügbar);
Bericht: Sitzung des Stadtteilschulausschusses der Elternkammer mit der GEST; Schulbegleitung. Initiative Schulfrieden / Flyer und Banner, GEST-Spende, zwei Rech­nungsprüferinnen wurden bestimmt. Mehr Stadtteilschulen in die Arbeit einbinden; dazu einen Feedback-Bogen erstellen. Themen der nächsten Sitzungen: Unterrichts­ausfall, Wiedervorlagen

17.9.14:   Gespräch des GEST-Vorstands mit dem Grundsatzreferat Senatorenbüro (S13), Thema Schulbegleitung.

07.10.14:  Der von zwei Kassenprüferinnen geprüfte Kassenbericht des (verhinderten) Kassenwarts wurde verlesen. Der Kassenwart wurde entlastet. Der Tätigkeitsbericht 2013/2014 wurde vorgestellt und besprochen. Der GEST-Vorstand wurde entlastet. Eine Vorstellungsrunde schloss sich an. Die Delegierte führten für sie wichtige Themen an: Integration/Inklusion, G8/G9, Erfahrungsaustausch, Stadtteilschulen stärken, Schulbau, Lehrerversorgung entsprechend den Aufgaben der Stadtteilschulen, Stadtteilschule sei auch gut für gute Lerner, Pädagogik der Stadtteilschule, Rückläufer, Image der Stadtteilschule.
Ein zweiköpfiger Wahlvorstand wurde benannt, die Wahlen wurden durchgeführt. Die Anwesenden wählten per Listenwahl fünf Delegierte zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands. Außerdem wurde ein kooptiertes Mitglied in den Vorstand gewählt.
Aktuelles Problem: Unterrichtsausfall und fachgleiche Vertretung
Themen der nächsten Sitzungen: Modifizierung des Ganztagsunterrichts, Schulbeglei­tung, Nachlese G9, Vernetzung Vor- und Nachmittagsbetreuung, Doppelbesetzung in den Klassen (KESS-Faktor): Unterschiede an den Schulen, multiprofessionelle Teams, keine „Hilfslehrer_innen“, die Arbeitsgruppen wiederbeleben.

11.11.14:  Schulbegleitung: Bericht vom Gespräch des Vorstands mit dem Persönlichen Referenten des Senators und Experten. Es gebe eine Versorgungsverpflichtung der Schulen. Der Status der Schulbegleiter sei ein Problem, Ganztag sei noch nicht eingespeist. Es gehe darum, eine Arbeitsgrundlage mit der BSB zu schaffen. Inklusion sei ein großes Thema in den Schulen – übergreifend, auch wohl ein Wahlkampfthema. Ausbildung für die Inklusion fehle. Durch Schülerumverteilung gebe es mehr Schüler mit Förderbedarf, KESS-Schlüssel, systemische Ressourcen, Nachsteuerung. Stimmt die Diagonistik? Die GEST möge einen Arbeitskreis bilden (mit dem Ziel einer Stellungnahme). Infos aus den Schulen holen, im Plenum zusammentragen. Arbeitszeit, Arbeitsorganisation der Lehr­kräfte, Unterrichtskonzepte zeitgemäß? Teamarbeit, multiprofessionell, Kommunikation in der Schule. Relevante Daten erfragen und sammeln. KESS-Faktor, Paragraph 12, Paragraph 7, Anzahl der Schulbegleiter, Schüler_innen und Lehrer_innen, allgemeine Probleme. „Weiche“ Daten spiegelten die Vielfalt, Bandbreite wider. Der Senator wolle durch Experten („Leben mit Behinderung“) die Qualität an den Schulen ermitteln lassen. Durch Best-Practice-Schulen lernen, wie es gehe.
Präsenz der BSB auf den Sitzungen.
Situation der Stadtteilschulen (Bericht von der Schulausschusssitzung): Viele Einzel­schicksale wurden geschildert. Zwei Jahre werde es kein zusätzliches Geld geben. Grüne strebten eine Qualitätsoffensive an. Vortrag für die GEST auf der Sitzung: Kinder seien gut auf den Stadtteilschulen (STS) aufgehoben. Beispiel Wilhelmsburger Projekt, Abi-Ranking der STS, besser als viele Gymnasien, viel dieser guten STS arbeiteten binnen­differenziert, Best-Practice, Inklusion sei Baustelle, „jedes Kind ist ein Förderkind“, Fördern nicht erst, wenn es zu spät sei, Frühwarnsystem, Problem-Schulen seien eher die Gymnasien.
G8/G9: „G9-jetzt“ sei wieder aktiv.
Das aktuelle Problem/Berichte aus den Schulen: Catering (Preis-Leistungs-Verhält­nis), Die Schulkonferenz als oberstes Schulgremium lege für die Schule fest, wer der Caterer sei. Teilnahme der Elternratsmitglieder an Lehrerkonferenzen, Hausaufgaben über die Ferien in höheren Klassen. Ganztag bedeute, es gebe keine Hausaufgaben. Eigenverantwortliches Lernen:

09.12.14:  Martin Eckert von „Leben mit Behinderung“ als Experte in der GEST.
GESTFragebogen zum Thema Inklusion. Förderbedarf Schulbegleitung, Sonderpäd­agogen: § 35 SGB, § 54, § 53, § 53a, § 12 HmbSG. „Webfehler im System“, Thema und Qualität koppeln. Was ist „außerschulische Förderung“? Sozialgesetzgebung.
Es gebe unterschiedliche Fördertöpfe. Systemische Ressourcen, spezifische Behinderun­gen, Teilbereiche, Förderbedarfe. Aus dem KESS-Faktor ergebe sich die Zuweisung an LSE-Kinder. Von der BSB gebe es neue Analysen zur Anmelderunde. KESS 4 z. B. sei als 5,7 definiert. Es wurde eine AG zum Thema vorgeschlagen. Eine Qualitätsdiskussion sei erforderlich. Mit Ressourcen allein werde nicht alles besser. Ziel-Leistungs-Verein­ba­rungen bringe Qualität ins gemeinsame Lernen. Es gebe kein Konzept. Die Verbindung zwischen Ressource und Praxis sei herzustellen. Der Übergang von der 4. zur 5. Klasse bereite Probleme, weil neu beantragt werden müsse; dabei sei die Oberstufe nicht zu vergessen. Belege sammeln. Konkrete Einzelfälle („Wo drückt der Schuh?“). Die Stadt­teil­schulen befänden sich in einer Übergangsphase. Inklusion auch an Gymnasien. Fortbildung Inklusion: eine Thema für alle an der Schule. Inklusion als Aufgabe für die Schulkonferenz. Inklusions-Atlas. Unterschiedliche KESS-Faktoren an benachbarten Schulen.
Motto der GEST zu Inklusion. Ressourcen seien nicht alles, aber ohne Ressourcen sei alles nichts. Alle Kinder seien Inklusionskinder. Inklusion sei auch eine Frage der Quali­tät. Die Grüße der Gruppe sei nicht entscheidend, aber die Zusammensetzung. Lehrkräfte würden krank. Der Senator habe gesagt, es werde nicht mehr Geld geben. Die Schulen nicht mit weiteren Anforderungen zumüllen. „Inklusion macht Spaß“, „Inklusion ist für alle da“, „Inklusion sind wir“, „Stadtteilschule – eine Schule für alle“, „Jedes Kind hat ein Recht auf Förderung“, „Jedes Kind ist, wie es ist“, „Individualität = Inklusion?“, „Jedes Kind ist ein Förderkind“, „Sieh das Kind und nicht seine Behinderung“. Unter­stützung des Inklusions-Bündnisses durch die GEST.
Gast Henry Leonhardt als Gehörlosen-Repräsentant: Nicht alle Kinder passten in die Stadtteilschule. Anzustreben sei die Zusammenarbeit zwischen ReBBZ und STS. Inklu­sion sei für alle wichtig, egal wohin es gehe.
Thema Klassen für Autisten/Kinder mit Asperger-Syndrom an Stadtteilschulen.

13.1.15:    Auswertung der Umfrage der GEST zur Inklusion. Es wurden Zahlen vorgestellt, die mithilfe der Schulen und der BSB ermittelt wurden. Datenschutz: Es dürfe nicht auf einzelne Kinder rückgeschlossen werden können. Der KESS-Faktor spiele an Schulen eine große Rolle. Durch Inklusionskinder entstehe zusätzlicher Förderbedarf. Soziodemografische Vergleiche, Flächenländer, Ballungsgebiete, Studie von Dr. Karl Dieter Schuck. Prof. Dr. Wulf Rauer (2 Kinder pro IR-Klasse), statt 4 % 6,6 %, ReBBZ: viele fehlerhafte Diagnosen. BSB: Kein anderes Bundesland sei so gut ausgestattet. Nachsteuerung: Bedarfsgerechte Ausstattung. Viele Kinder würden nicht erfasst. Auswirkungen bei Veränderung der Zahlen.
Wo drückt der Schuh? „Einzelfälle“ als flächendeckendes Problem. Nicht zu vernachlässigen sei diese Problem: Auch die Leistungsstarken würden nicht angemessen gefördert.
Blog: http://lieber-schulsenator-in-spe.de/ (nicht mehr verfügbar) als Sammeladresse für Themen
Die individuelle Förderung funktioniere, die systemisch-mathematische aber nicht. Einzelthemen sammeln. An den Schulen Inklusions-AGs bilden. Eltern und Lehrer haben ein Bündnis für schulische Inklusion gebildet.
In einer GEST-Presseerklärung den SOLL/IST-Vergleich anstellen.
Datenmaterial: Schularten, KESS-Faktor, Anzahl Sozial-, Sonderpädagogen.
Kontakt zur Vereinigung der Schulleitungen an den Stadtteilschulen.
Autismus-Klassen an Stadtteilschulen: Solche Klassen wären nicht inklusiv, sondern ausgewählt. Kontroverse Diskussion.
Demo am 26.1. des Bündnisses für schulische Inklusion, Rückschau auf die Veranstaltung am 8.1. mit dem Schulsenator (siehe oben).
Nehmen die Lehrkräfte die Fortbildungsangebote wahr? (30 Stunden)
„Inklusion ist Menschenrecht.“

20.1.15:    Treffen der Vorstände von GGG (Landesverband Hamburg) und GEST; es ging dabei um Formen und Inhalte einer engeren Zusammenarbeit.

10.2.15:    Die Delegierten berichteten über die Demo des Bündnisses für schulische Inklusion am 26.1. Jens Fricke hielt dort eine Rede für die GEST. Wie weiter?
Wichtig für Stellungnahmen und Forderungen sei eine gute Datenbasis. Name der Schule, KESS-Faktor, Ganztagsbetrieb, Anzahl LSE-Kinder, sonderpädagogischer Förderbedarf, Anzahl der Integrationsklassen (auslaufend), systemische Ressourcen in Wochenstunden mit Personalschlüssel. Mehr Ressourcen seien nicht erwarten. Wichtig seien die Stellschrauben. „Good Practice“-Schulen. Schulen müssen planen können. Der Vorstand informierte über den Wortlaut der Rede für die GEST.
Alleskönner: Info. Zirka 40 Schulen über alle Schulformen hinweg nehmen an dem Schulversuch teil. Berichts- statt Notenzeugnisse. Es gehe jetzt um einen Zeitplan, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen. Kommen neue Schulen hinzu? Ein neues Konzept für alle Klassen. Das Feedbacksystem der Alleskönner-Schulen.
Bericht vom Treffen der Vorstände von GGG Hamburg und GEST. Der Landesver­band Hamburg der GGG gehört zu einer bundesweiten Organisation, macht hochkarätige Veranstaltungen – Themen der GGG
Schulbesuchstage 2015 der GGG Hamburg: ggg-web.de/hh-start
Nachwahlen zum Vorstand: Ein Mitglied wurde nachgewählt.
Das aktuelle ProblemE-Learning in Abiturklassen (Tablets), Erfahrungen an Stadtteilschulen mit neuen Medien, Medien-Ethik, Es gebe dazu gegensätzliche Einstellungen. Die Schulbehörde habe medienpädagogische Konzepte entwickelt, es gebe einen Medienführerschein. Pilotprojekte. Gibt es Tablet-Klassen?
Mensen, Kantinen: Beispiele für Organisationsweisen (biometrischer Fingerabdruck)
Gestreckte Abschlüsse
Hausaufgaben in den Ferien – alle Stufen – Regelungen
Unterrichtsausfall in der Oberstufe: Schüler erhalten Unterlagen für Selbsterarbeitungen, funktioniert die Aufgaben-Kontrolle? Jahrgangsteams wissen im Vertretungsfall besser, was wann wo laufe.
Verschiedenes: Fotowettbewerb „Schulhund“. Es gebe die erste Autistenklasse an einer Stadtteilschule.
Themen der nächsten Sitzungen: Handwerkskammer, Inklusions-Stellungnahme, der neue Schulsenator, PC-Pädagogik, spezielle Abschlussmöglichkeiten, LI-Programm

17.3.15:    Bündnis-Treffen schulische Inklusion am 31.3., Schwerpunktschulen, Brief Gehörlosenverband, geplante Aktionen.
Themen der nächsten Sitzungen: Inklusion, Brief an die Vertreterin der BSB, didaktischer Einsatz von PCs im Unterricht (Referent), Vorstellung verschiedener Systeme an Hamburger Stadtteilschulen.
Referentinnen der Hamburger Handwerkskammer Dr. Anika Suding und Vanessa Dalmann: Integrierte Nachwuchsgewinnung im Handwerk (Ina). Eltern seien hier wichtige Multiplikatoren. Ausbildung sei eine gute Alternative mit guten Perspektiven. „Nimm deine Zukunft in die Hände – Chancen und Perspektiven im Handwerk“. Was bedeutet Handwerk? Es gibt 3130 Ausbildungsberufe, 100 in Hamburg, 129.000 Arbeits­plätze. Bis 2020 suchen 5000 Firmen Führungskräfte. Mit welchem Abschluss ins Handwerk? Die Motivation zählt! Karriere im Handwerk: Viele Wege mit allen Abschlüssen (ESA, MSA oder Abitur). Geselle/Meister/Studium. Einen besonderen Zukunftsmarkt bildeten die Umweltberufe. Angebote für die Schüler unter (Holstenwall 12, 20355 Hamburg). Ausbildungscoaching. Praktikums- und Lehrstellenbörse (600 freie Lehrstellen). Lehrstellen-Radar (App) www.hwk-hamburg.de und www.nachwuchs-handwerk.de. Es gebe eine Beauftragte für den Girls‘ Day und das Angebot Lehrer im Blaumann.
Einwand: Praktika seien häufig wenig zielgerichtet. Menschen ohne Abschluss bräuchten mehr Unterstützung und Hilfen, Verlinkung Schule-Behörde-Handwerkskammer. Eltern müssten realisieren, dass die Schule beendet sei. Wichtig in der Lehre seien: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, gute Umgangsformen. Auf dem Bau sei wichtig, eine Praxisbescheinigung dabei zu haben (Schwarzarbeit). Zeitschrift „Handfest“. Speed-Dating im Handwerk.
Das aktuelle Problem: Ein zweiter Preis für eine Schülerzeitung einer STS. Problem Abschlüsse und Ferienzeiten: Prüfungen lägen zeitlich zu weit auseinander. Auf welcher Grundlage werden Termine festgelegt? KMK? „KESS 11“ (Darstellung der Entwicklung von Schülern von Klasse 5 bis 11). Thema Nachhilfe – Förderbedarf (rechtzeitig fördern). Nachhilfebörse, Sozialkompetenz-Pass. Es gebe einen Rechtsanspruch auf Förderung, sie werde aber teilweise nicht wahrgenommen, dadurch würden Plätze geblockt. Nachhilfe in Pausenzeiten, Schüler helfen Schülern. Solche Hilfen seien zeitlich begrenzt, der Anspruch könne erlöschen. Gibt es Vorschriften für Fördermaßnahmen? Ursachen reichten von Dyskalkulie bis „kein Bock“. Fahrkarten für Kinder (auch mit Behinderung). Ein Hinweis auf eine Veranstaltung der GGG Hamburg.

21.4.15:    Korrektur: Die STS Blankenese habe den Bildungspreis gewonnen.
Infos aus der BSB: Die BSB befinde sich nach den Wahlen in der Findungsphase. Der Koalitionsvertrag liege als Link vor: www.spd-hamburg.de/linkableblob/128150/data/koalitionsvertrag_download.pdf (Link nicht mehr verfügbar; Bildung auf Seite 82–88) Dieser Vertrag sei ein politisches Papier. Für die Stadtteilschulen: Bekennt­nis zur Stärkung der Stadtteilschulen, multiprofessionelles Personal, es gebe noch zu wenig Therapeuten, der Anteil der Gymnasiallehrer soll erhöht werden. Berufs-, Studien­orientierung. Auch die Gymnasien sollen Berufsorientierung machen. Es gebe zu viele Studienabbrecher. Verbesserung des Unterrichts, Schulbau, Kooperationen Stadteilschulen/Gymnasien. Seit 2007 gebe es die selbstverantwortete Schule (mit Vorgaben der BSB). Vorbereitungsklassen (Flüchtlinge) würden neu konzipiert. Zeitpunkt des MSA – Prüfungen seien von den Abiturprüfungen und den Ferienterminen abhängig.
Gerd Kotoll (Referent zu Guter Ganztag): Initiative wurde am 9.4. gegründet. Am Anfang gab es nur die Perspektive „vom Kind aus“, jetzt sei es vielfältiger. Bis zum 6.10. würden Unterschriften gesammelt, die Forderungen präzisiert. Mehr Stimmen brächten eine bessere Verhandlungsbasis gegenüber den Politikern. www.guter-ganztag.de. Infos in die Elternräte bringen. Rhythmisierung mit Schwierigkeiten. Extragelder. Schulessen. Motto: „Dort, wo Ganztag stattfindet, soll es guter Ganztag sein.“ Erziehungsprimat der Eltern? Die GEST werde sich an der Initiative beteiligen.
Schulhofbebauung: In Lurup ruhe es im Augenblick. Der Schulhof gehöre zur Schule. Schulbau befragen. Beispiel für einen Baustopp. Schulhof als parkähnliches Gelände.
Alleskönner: Schulversuch seit 2005. 50 Schulen seien beteiligt. Unterrichtsszenarien. Alternative Rückmeldeformate. Derzeit gelte es als Schulversuch. Ziel sei, es ins Schulgesetz aufzunehmen.
Bündnis für Inklusion: Das nächste Treffen stehe bevor. Themen seien u. a. Diagnostik, Schwerpunktschulen, Aktionen. Derzeit gebe es Schulbesuche zum Thema Inklusion durch eine Gruppe, die sich aber nur für positive Aspekte interessiere.
GGG: Bericht von der Veranstaltung Besondere Begabungen finden und fördern – Jedes Kind ist begabt. Durch Inklusion lernen und fördern. Schulsystem Kanada. Multiple Intelligenz. Tests müssten angepasst werden. Vielfalt und Homogenisierung. Demnächst gebe es wieder einen Newsletter der GGG.
Stadtteilschul-Ausschuss der Elternkammer: Bericht.
Pressemitteilung der GEST zum Koalitionsvertrag: Es gab eine Vorlage „Wir freu’n uns.“ Kritik nur am Punkt „Mehr testen“. Kein Schubladendenken. Werden hochquali­fizierte Klassen einem nachfolgenden Sparzwang als erstes zum Opfer fallen? Inklusion umsetzen heiße, die „normale“ Lehrkraft stehe im Mittelpunkt des Geschehens und hole sich Hilfe für bestimmte Zwecke.
Themen der nächsten Sitzungen: Didaktik für PCs im Unterricht. Akademisierungs­wahn? Zu viele machen Abitur, zu wenige eine Ausbildung? Berufsschullehrer würden zu wenig wahrgenommen. Berufsschüler seien Schüler mit einem Ausbildungsvertrag. Andere Bildungssysteme: Kanada.

5.5.15       Offenes Gespräch in kleiner Runde: Ganztagsschulen, Betreuungszeiten. Auf einer Anhörung beklagte die Initiative G8/G9, dass einer Ganztagsbetreuung Nachmittags­aktivitäten der Kinder zum Opfer fielen. Dagegen wurde eingewandt, dass Kinder viele Bezugspersonen benötigten. Früher sei es „ein ganzes Dorf“, eine Großfamilie gewesen, an deren Stelle trete nun der Campus Schule. Ganztag bedeute überdies multiprofes­sionelle Teams (die nicht nur aus Lehrern bestünden). „Mentoring“
Kooperation von Eltern und Schulleitung sei wichtig.
Eltern in die Elternräte – Tipps und Tricks, Erfahrungen, Anregungen: Infos streuen/verteilen, E-Mail-Adressen sammeln, Aushang, Werbung am Tag „Schule stellt sich vor“, Sommerfest, Mitglieder des Elternrats nutzen die Elternabende der 5. Klassen, Mailinglisten, die in Untergruppen gestaffelt werden können. In googlegroups-Archiven können Protokolle und Berichte des Elternrats dauerhaft hinterlegt werden.
Thema Kooperation zwischen Kreiselternräten
Thema Mittagessen, „Kantinengespräche“, Cafeterias würden geschlossen, Schule mit einem einzelnen Koch, der das Essen zubereitet.
Bericht vom Bündnis für schulische Inklusion. Es gab Probleme mit Papieren. Das Bündnis restrukturiere sich zurzeit. Hauptbezugspunkt bleibe das Memorandum.
ReBBZ seien Bildungseinrichtungen und nicht nur beratend tätig.
Mitteilungen aus der BSB und Fragen an die BSB sei ein wichtiger ständiger Punkt der Tagesordnung. Der GEST-Vorstand sammle die Fragen und leite sie weiter.
Bei dieser Gelegenheit wurde an den Blog erinnert: http://lieber-schulsenator-in-spe.de/ (Link nicht mehr erreichbar), auch Elternnetzwerk „Vernetzung Inklusion“ genannt. Was ist daraus geworden?
Vorschau auf dem 14.7.: Herr Arthur Gottwald werde als Referent zum Thema „Neue Medien an den Schulen (Didaktik)“ zu Gast sein.

9.6.15:      Wie kann man Eltern zur Mitarbeit im ER u. a. gewinnen? Erfahrungsaustausch: Elternräte gingen in die ersten Elternabende der ersten Klassen, um zu werben. Der Elternrat lüde nicht nur die Klassenelternvertreter, sondern alle Eltern zu Sitzungen ein. Sommerfeste, open end, böten Gelegenheit zu zwanglosen Gedankenaustausch. Wichtig sei, die formalen Abläufe sicherzustellen, eine gute Aufgabenverteilung, eine gute Homepage mit Materialien. Arbeitsgruppen bearbeiten Probleme. Eltern seien auch in Findungskommissionen gleichberechtigt tätig. Niemand mache etwas nur aus Altruismus, es müsse auch etwas für einen selbst herauskommen. Jahresplanung. Vor der ER-Sitzung eine Arbeitssitzung ohne Schulleitung einrichten. Nicht behandelte TOPs dürften nicht wegfallen, sondern müssen wiederaufgenommen werden (Wiedervorlage). Infos in anderen Sprachen. Elternratgeber: hamburg.de/933050. Eltern müssten über ihre Rechte informiert sein. www.li.hamburg.de/elternfortbildung
Fragen an Herrn Arthur Gottwald (zur Vorbereitung auf die nächste Sitzung)
Bericht vom Treffen des Inklusionsbündnisses am 26.5. (Bericht verlesen). Es gehe auch darum, die „normalen“ Kinder zu inkludieren (GEST-Slogan: Alle Kinder sind Inklusionskinder), auch die leistungsstarken.
Die GEST-Stellungnahme zu „alles>>könner“ lag den Delegierten vor. Ziel sei, das Projekt alles>>könner im Schulgesetz zu verankern.
Mitteilungen aus der BSB und Fragen an die BSB: Es gebe einen neuen Landesschul­rat, Herrn Altenburg-Hack.

13.7.15:    Treffen der Vorstände der Elternkammer Hamburg und der GEST

14.7.15:    Didaktik Neue Medien in der Schule (Referent Arthur Gottwald, BSB) Herr Gottwald stellte sich vor, er war Gymnasiallehrer, Seminarleiter (Lehrerausbildung), seit 2002 sei er in der Schulbehörde.
PowerPoint-Präsentation „Start in die nächste Generation“, Entwicklung der letzten 20 Jahre. Es gab keinen Internetanschluss, 3 Gesamtschulen, 3 Gymnasien 1998 als Pilotschulen, Computerraum war häufig besetzt. An Grundschulen klappte es besser.
2014 waren Geräte im Besitz der Schüler. Medienpädagogik in Hamburg: SEMIK, NIL, LAssi, Netbooks, Paducation seit 1998.
Digitale Untersuchungen verbessern die Schulleistungen. Pilotprojekte („Bring your own device“). Schüler nutzen die Medien nicht zur Information, sondern zur Kommunikation. Es gab eine Ausschreibung: 6 Pilotschulen: drei Stadtteilschulen (Ilse-Löwenstein, Oldenfelde, Maretstraße), drei Gymnasien (Ohmoor, Altona, Osterbek).
Smartphones, Tablets mit Internetzugang, sicheres Netz. Realer/virtueller Klassenraum, analoge/digitale Welt. Virtueller Klassenraum: Fächer/Aufgaben, Tests, Kommunikation, Werkzeuge, Planung.
Lernportale: Lernmittel (audiovisuell), Training, Grafiken. Tafel/Flipchart/digital (sogar Filme). Unterschiedliche Lerntypen, unterschiedliche Leistungsstände, individuelle Förderung (Inklusion).
Lernen jederzeit und überall – auch im Unterricht. 2016 wird die Untersuchung veröffentlicht.
Diskussion: Inhalte durch die BSB beschafft und gepflegt. Google sei mit einem Filter versehen. Für Grundschulen gibt es einen zentralen Filter. Filter können freigeschaltet werden. Webbasiertes Schul-Curriculum. Kritik. Umsetzung erfolge zu langsam. Was geschehe in den Pausen? Abschalten. Und es gebe weiterhin Unterricht mit Papier und Stift. „Kinder erden.“ Schulgarten.
„Ständige Verfügbarkeit“ könne ein Problem sein. Kosten: 50 Klassen, 130 Lehrkräfte, 50.000 Euro. Noch werden von Verlagen Printausgaben gestellt. Lernplattformen „responsible design“. Smartboards für alle Klassen?
Infos im Internet www.hamburg.de/start-in-die-naechste-generation/ (Link nicht mehr verfügbar)
Elternmitarbeit (Vortragender Henry Leonhardt)
Wo fange Elternmitarbeit an? Schulpflicht, Einschulungsfeier, Kontakt, Schaukästen in der Schule, Leitbild der Schule, Eltern organisieren den Elternabend, Elternfortbildung (aber welches Thema?). Wie stehe der Elternrat da? Schulaushang, Schulbildung (wie geht es weiter mit meinem Kind?). Kooperationen aufbauen. Berufstätigkeit hindere, allein-erziehende Eltern können nicht kommen. Voten der Eltern einholen. TOP „Verschiedenes“ hole Eltern ab. Themen sammeln. Schulkonferenz, Schulleitung einbinden. Ideen für Schulentwicklung, Teilnahme an Ganztagskonferenzen, Interessengemein­schaften, Erfahrungsaustausch. Das Schulgesetz sei ein Hebel, aber das müsse eine/r in die Hand nehmen. Auf die Leute zugehen.
Die Schule brauche die Eltern. Dazu gebe es keine Alternative.
GEST-Vorstand 15/16: Der Vorstand suche Nachfolge-Kandidat_innen.
Mitteilung und Verschiedenes
MSA-Prüfung in Mathematik wurden zwei Wochen nach hinten gerückt. Die „Einlesezeit“ entfalle in Zukunft. Die erste Aufgabe sei von allen zu bearbeiten, alle Aufgaben 2–5 müssen bearbeitet werden, es gebe keinen Joker. Warum sei mit dem MSA nur ein Abschluss betroffen? Die Streichung der Einlesezeit sei nicht nachzuvollziehen.
Anregung, die Sitzungstermine von Elternkammer, Kreiselternräten und GEST besser miteinander zu koordinieren.
Zusätzliche Lehrerstellen für Inklusion: 75 für die Stadtteilschulen, 25 für die Grundschulen, 20 als „Feuerwehrreserve“.

8.9.15:      Hinweis auf zwei Veranstaltungen: GGG am 30.09.15 („Die Schule von morgen ist eine Teamschule“) und Elterntag am 21.11.2015
Bericht aus dem Vorstand (u. a. Bericht vom Gespräch mit der Elternkammer)
Wolfgang Adam referierte: Themen: Reformschule, Gespräch der Vorstände von Elternkammer (EK) und GEST, beiden hätten unterschiedliche Aufgaben: Die Elternkammer sei gesetzlich verankert und nehme zu anstehenden Themen offiziell Stellung, die GEST kann auch politisch handeln. Was können die beiden Gremien füreinander tun, wie sich gegenseitig stützen, ergänzen? Ein Papier zu Unterrichtsqualität wurde verschickt. Daraus werden sich Themen für die Tagesordnung entwickeln, die auch in Arbeitskreisen der GEST bearbeitet werden können. Die Gespräche EK/GEST sollen in naher Zukunft fortgeführt werden.
Reformschulverein, der seinerzeit zur Gründung der Reformschule Winterhude geführt hat (in Memoriam Holger Butt)
Klaus-Peter Schiebener referierte: Das Reformschulkonzept wurde verschickt: www.sts-winterhude.de/sites/default/files/Konzept_0.pdf (Link nicht mehr erreichbar). Einzelheiten zur Entwicklung sind auch zu finden unter PROReformlaborschule.html. Um 1998 gab es ein allgemeines Unbehagen nicht nur in der damaligen ARGE (Vorläufer der GEST), in der die Gesamtschulen Hamburgs organisiert waren, sondern auch in anderen Gremien und in einer Gruppe von Lehrer_innen. Man empfand negativ, dass mit der Leistungsdifferenzierung in den Gesamtschulen das gegliederte Schulsystem abgebildet würde, das man eigentlich überwinden wollte. Wo blieb ein Gegenentwurf, die Gesamtschule als alternative Schule zum Bestehenden zu etablieren? In der ARGE entstand die ARGE-Konzeptgruppe (nicht identisch mit dem Vorstand), in der mit Hilfe einer engagierten Lehrerin nicht nur praktische Elternfortbildung betrieben wurde, sondern auch konkrete Konzepte/Modelle zur Schulentwicklung erarbeitet wurden, nicht nur für die Theorie, sondern die auch als Angebot in einigen Gesamtschulen praktisch angewendet wurden (Schulprogramme). Aus dieser Arbeit heraus führte dann die ARGE zusammen mit anderen Gremien (GEW Hamburg, GGG Hamburg, Elternverein Hamburg, GEW Fachgruppe Gesamtschulen, junge GEW, Schüler_innenkammer, ARGE-Konzeptgruppe) die Veranstaltungsreihe „Schulentwicklung an Gesamtschulen“ (SaG) durch. Dort wurde auch der Begriff „Stadtteilschule“ vorgestellt (eine Schule, die sich zum Stadtteil hin öffnet, Kooperationen mit Institutionen vor Ort anstrebt).
Gleichzeitig hatte sich eine Gruppe von Lehrer_innen zusammengefunden, die auch aus dem als festgefahren empfundenen System der Gesamtschulen heraus wollte, Ziel war eine „Reformlaborschule“ mit Außenwirkung, also idealerweise nicht nur ein Standort. Sie stellten diese Gruppe und ihr Vorhaben auch in der ARGE vor. Die ARGE entsandte ein Vorstandsmitglied, um Eltern-Positionen dort mit einzubringen. In vielen Treffen wurden Reform-Aspekte der Schule diskutiert (z. B. jahrgangs­übergreifend, fächer­übergreifend lernen, Leistung beurteilen – aber wie?), einmal im Jahr gab es ein größeres Arbeitstreffen zu einzelnen Themen, in der Regel in der Gesamtschule Eppendorf. Der „Rat der Weisen“ riet dazu, von bestehenden guten Konzepten zu „klauen“. Deshalb wurden viele solcher Schulen, auch im Ausland, besucht. Die Standortfrage war lange Zeit ungeklärt. Sollte es ein bestehender Schulstandort sein, ein ganz neuer oder vielleicht nur ein Zweig an einer Schule? Martin Heusler, mitführend in der Gruppe, bewarb sich für die frei gewordene Schulleiterstelle an der Gesamtschule Winterhude und stellte dort das Konzept vor. Er stieß auf großes Interesse. Ein gemeinnütziger Verein wurde gegründet. Seit 2004 lernen die Schüler der Gesamtschule Winterhude in altersge­misch­ten Gruppen. Das Konzept werde umgesetzt.
Mit der Einführung des Zwei-Säulen-Modells veränderte sich die schulische Landschaft Hamburgs. Die neuen Stadtteilschulen (STS), die vorher keine Gesamtschulen waren, müssten sich immer noch auf die Veränderungen einstellen. Inklusion komme als neue Herausforderung hinzu. Viele der neuen STS sagten dann in der GEST: Sie wüssten gar nicht, wo sie zuerst anfangen sollten, es gebe (zu) viele Baustellen. Da sei natürlich für ganz neue andere Modelle erst einmal wenig Platz. Für diese Schulen sei Stärkung der Struktur und Konsolidierung das vorrangige Ziel. Dabei bräuchten sie Unterstützung.
Jan Vlamynck (STS Winterhude) ergänzte: Wer folgt in der Leitung in einer neuen Generation? Den Förderverein gebe es noch. Die Anmeldezahlen seien durchgängig hoch. Die Schulleitung sehe zuversichtlich in die Zukunft, der Elternrat sei vertrauens­voll. Die Schule habe jetzt im Unterschied zu früher eine eigene Oberstufe, ein Verdienst von Holger Butt. Winterhude sei wie Max-Brauer eine Langformschule.
Thematisiert wurde noch einmal die Problematik der Primarschule von 0 bis 6, die, wenn umgesetzt, die Langformschulen zerschnitten hätte.
Das aktuelle Problem/Berichte aus den Schulen
Mathematikklausuren: Gymnasien und Stadtteilschulen seien in gleicher Weise betroffen. www.hamburg.de/contentblob/4462064/data/pdf-hinweise.pdf
Schwangerschaften von Lehrerinnen und Unterrichtsausfall, Elternzeit, Personalpool, Langzeitkranke. Schulleitungen seien in ihren Handlungsmöglichkeiten durch gesetzliche Vorgaben eingeschränkt.

13.10.15:  Mitteilungen aus der BSB und Fragen an die BSB
Die Schulaufsichtsbeamtin für die Stadtteilschulen (STS) stellte sich vor. STS gebe es nun seit fünf Jahren. Thema Flüchtlinge: Senator Rabe habe dazu von der Kultus­ministerkonferenz (KMK) berichtet. Internationale Vorbereitungsklassen (IVK). Bei der Beschulung habe Hamburg einen guten Stand. Zu den Finanzen gebe es eine Drucksache. Bereiche: Sozialpädagogen/ Sozialarbeiten, sieben Schulleitungen hätten mit dem Senator beraten. Sprachförderung. Berufseinstiegsbegleiter (Jahrgang 9, 10). Unbegleitete Flüchtlinge. Koordination der Tätigkeiten durch ein eigenes Referat in der BSB. Koordinator Eric Vaccaro in der Sozialbehörde, dazu Kollegen im SiZ (Schulinfor­mationszentrum). Innenbehörde und Sozialbehörde seien beteiligt. Die IVKs sollen „auskömmlich“ sein. Es werden Lehrer_innen gesucht, das Landesinstitut (LI) gebe Unterstützung.
Broschüre des LI wurde herumgereicht: „Unterrichtseinheiten für die Beschulung der Kinder und Jugendlichen in den Zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen (ZEAs)“. Nicht jedes Kind/jeder Jugendliche sei traumatisiert. Integration in Regelklassen funktioniere erstaunlich gut. Ghettoisierung solle vermieden werden. Es falle schwer, Altersgruppen richtig zuzuordnen. Es werde überfüllte Klassen geben, Umbauten, einige Schulen hätten spezifische Erfahrungen mit Migration. Analphabeten in Basisklassen. Es gebe ein großes Interesse für die Leitung von Kursen. Chancen für Quereinsteger?
Fördern statt Wiederholen: Alle Schulen hätten Förderkonzepte. Institut für Bildungs­monitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) habe mit der Evaluierung begonnen.
Delegierter: Die Hälfte der Anträge werde abgelehnt (§ 12, 2: gesundheitliche Beeinträch­ti­gung), Beratung in Schulen sei nicht einheitlich. BSB: Wichtig seien gut vorbereitete Anträge. Es wurden einige Fallbeispiele genannt. Delegierter: Mathekurs sei überfüllt. § 45 HmbSG (Schulgesetz).
Aktuelle Probleme: IVK-Klassen brächten Vielfalt in die Schule. Projektgruppen zu Inklusion. Stille Kinder hätten keine „pädagogische Lobby“. Dyskalkulie (Mathe­schwäche): Hamburg erkenne dies nicht als Schwäche an.
Hinweis auf den Herbstempfang der Stadtteilschulen im November in der Stadtteil­schule Bergedorf, mit einem Referenten zum Thema Schulentwicklung. Vertreter der BSB und der Kammern würden erwartet.
Bericht aus dem Vorstand
Bericht vom Treffen des Bündnisses für schulische Inklusion im September. Themen Ressourcenverteilung, „Gehörlosenpapier“, Ganztag, Diagnostik, Grundsatzdiskussion.
Bericht über die Korrespondenz zum Thema „Alleskönner“. Lernförderliche Leistungs­rückmeldungen. Der Schulversuch sollte gesetzlich verankert werden, um ein Rollback zu verhindern.
Die Initiative „Guter Ganztag“ sei abgeschlossen.
Gespräche GEST/Elternkammer: Stärkung der STS, dazu ein Papier der Schulbehörde zu Unterrichtsqualität. Daraus sollen Themen-Module entwickelt werden.
Wahl eines Kassenprüfers/einer Kassenprüferin
Vorbereitung der Vorstandswahlen
Beteiligung der GEST am Elterntag
Resolution zur Berufseingangsphase der Lehrkräfte
Text „Qualität der Lehrerbildung erhalten“, zur dritten Berufseingangsphase, wurde verlesen. Die GEST schloss sich dem Text an.

Hamburg, 02.11.2015

Vorstand:

Wolfgang Adam, Angelika Degner-Krogh, Jens Fricke, Nicolai Jung, Robert Schneider (Kasse), Sylvia Wehde
kooptiert: Klaus-Peter Schiebener,
kooptierte Vorstandsmitglieder ehrenhalber: Jürgen Riekmann †, Gert Rauschning